10. Rallyetag (09.05.2011): Der orientalische Zeitplan

Heute würden wir auf die Fähre gehen. Dazu mussten wir aber aus Mersin rausfahren. Doch bevor wir uns aufmachten genossen wir die Dusche, ein reichhaltiges Frühstück mit einem einzigartigen Blick auf den Industriehafen von Mersin und das Mittelmeer, und die Männer noch einen Besuch beim Barbier. Um die Bärte gestutzt sahen sie alle sehr verändert aus. Markus erkundete die unmittelbare Umgebung, Tobias und Werner machten sich noch einmal in die Stadt auf und Snezi bloggte. Um 13:00 war dann Aufbruch. Kurz vor dem Hafen kauften wir noch einige Lebensmittel, denn wir würden auf der Überfahrt, die etwa 6 Stunden dauern würde, nichts zu essen bekommen. Urs tankte noch ein wenig auf, dann erreichten wir auch schließlich den Hafen und parkten auf dem für uns vorgesehenen Parkplatz. Es war sehr heiß und wir beschlossen, unsere Autos im Rechteck aufzustellen und darüber eine Plane als Sonnenschutz zu spannen. Wir holten unsere Campingstühle raus, die Glockenstupfer ihren Frühstückstisch, über den Markus auch sogleich spottete: die Glockenstupfer mögen was vom Schrauben und Basteln am Auto verstehen, aber von Möbeln hätten sie keine Ahnung (Markus vertreibt hochwertige Büromöbel). Wir packten unser Bier aus, warfen die Lebensmittel zusammen. Dann hatten wir die Idee, den Grill anzuschmeißen und Tobias und Werner wurden ausgeschickt, im nahen Ort Grillgut zu besorgen. Derweil gab es ein Kommen und Gehen der Rallyeteilnehmer. Es gab viele Geschichten über das Erlebte zu erzählen und zu hören. Über schwäbischem Holz machten wir unser Grillfleisch und genossen es, in Ruhe essen zu können. Wir unterhielten uns, scherzten und lachten viel mit unseren Teamkollegen und anderen Raylleteilnehmern, vornehmlich mit den Mitgliedern des Teams Generation Golf. Der Nachmittag verging wie im Flug. Zwischendrin erreichte uns dann die Information, dass sich die Abfahrt von 21:00 auf 23:00 Uhr verzögern würde, was uns zunehmend verärgerte, denn unser gesamter Zeitplan kam durcheinander. Wir hatten eine Rundreise mit den Fans, unseren Verwandten und Freunden durch Jordanien geplant und sämtliche Hotels waren gebucht. Wir würden bei jetzigem Ablauf etwa einen Tag verlieren und somit bei ihrer Einreise in Jordanien nicht dabei sein. Langsam war auch verhaltene Wut spürbar. Allerlei Gerüchte kamen auf, so dass wir ein bisschen aufpassen mussten, was wir glauben sollten oder vielleicht doch eher auf den Wahrheitsgehalt überprüfen mussten. Wir erfuhren an diesem Abend noch, dass wir nicht über Israel nach Jordanien kommen würden sondern über Ägypten, genauer gesagt über Port Said, dann durch den Sinai und schließlich nach Aqaba. Somit würden wir sehr lange Zeit auf dem Fährweg zubringen, denn die Überfahrt von türkisch-Zypern nach Port Said würde etwa 36 Stunden in Anspruch nehmen und von Nuweiba nach Aqaba geht es nochmal mit der Fähre. Es war schon spät am Abend als die Nachricht kam, dass das Einschiffen jetzt losgehen würde. Allerdings waren vorher noch viele Formalitäten zu erledigen, die die Ausreise betrafen.. Wir mussten uns mit Paß und Fahrzeugpapieren registrieren lassen. Dann hieß es, dass die Autos ins Hafengelände eingelassen werden würden, auch wenn die Fähre noch nicht da war, um die Abfertigung zu beschleunigen. Sobald klar war, dass es jetzt wirklich losging, wurde es plötzlich auch hektisch, denn es war ca. 23:00 Uhr, und die Teilnehmer waren müde und wollten schnellstmöglich abgefertigt werden. Als wir auf das Hafengelände einfahren sollten, durften nur die Fahrzeughalter in dem Auto sitzen, alle anderen mussten zu Fuß ins Hafengelände. Nach langer Wartezeit kamen endlich die Autos der Glockenstupfer und von arch-orient an die Reihe, und Urs, Snezi und Tobias wurden ins Hafengelände durchgewunken. Dort ging es zuerst zur Polizei, wo der Ausreisestempel im Paß vermerkt wurde, dann wurden an mehreren Schaltern die Fahrzeuge ausgetragen. Mit der Erledigung der Formalitäten, die mehrere Stunden dauerten und dem Warten, auf das Fährschiff zu kommen, endete um 24:00 dieser Tag.






Über archorient

Team 22 Allgäu-Orient-Rallye 2011
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