8. Rallyetag (07.05.2011): Ein 1200 Jahre altes Haus und einen Tag mit den Glockenstupfern unterwegs

Der späte Abend hatte bei allen Teammitgliedern von arch-orient Spuren hinterlassen, denn Robert, Tobias, Werner, Urs und Snezi sahen sehr müde aus, als sie sich um 08:00 am Empfang des Hotels trafen. Da wir jetzt nicht mehr den enormen zeitlichen Druck hatten, in 3 Tagen über den Balkan zu fegen, entlud sich jetzt auch in stückweit der Stress der vergangenen Tage. George war auch schon da, und er und Urs machten sich auf den Weg zur offiziellen Vertragswerkstatt von Mercedes Benz, um die Ersatzteile zu besorgen. Wie Urs berichtete, gab es zur Begrüßung reichlich Tee und  der Kultur entsprechend erstmal Konversation. Das gab uns anderen die Gelegenheit, das Frühstücksbuffet in Anspruch zu nehmen. Die Glockenstupfer, on tour alles Frühaufsteher, waren schon da. Wir vermissten Markus in unserer Runde und vermuteten, dass er gerade unter der Dusche stand. So saßen wir zusammen und warteten. Gegen 09:00 wurden wir schon etwas unruhig, denn wir wollten die Glockenstupfer nicht aufhalten. Aber Urs und George kamen nicht. Schließlich erreichte uns gegen 09:30 ein Anruf von Urs, dass die Vertragswerkstatt das Ersatzteil nicht hatte. Wir beratschlagten im Team, was wir tun sollten, wenn das Ersatzteil nicht gefunden werden sollte, kamen aber zu keinem richtigen Ergebnis. Es wurde 10:00 und immer noch kein Urs und kein George in Sicht und einige Teammitglieder wurden noch unruhiger. Wir nutzten die Gelegenheit, uns mit den Glockenstupfern zu unterhalten und versuchten, die Wartezeit gemeinsam zu überbrücken. Große Erleichterung, als George und Urs endlich vor dem Hotel ankamen und sogar die Originalersatzteile mitbrachten. Schnell wurden diese von den fachmännischen Händen von Uwe, Peter, Bernd und Erwın eingebaut. Als dieses erledigt war beratschlagten die Mitglieder von arch-orient wie es weitergehen sollte. Wir wollten den Glockenstupfern keinesfalls zur Last fallen, aber wir wollten ebenfalls wie sie in die Stadt Midyat, da dort eine weitere Aufgabe aus dem Roadbook auf uns wartete. Kurz beratschlagten wir gemeinsam, dann war klar, dass wir auch den heutigen Tag im Konvoi verbringen würden. Dann jedoch wurden die Glockenstupfer darauf aufmerksam, dass wir schon am 08.05. spätestens um 23:00 am Hafen in Mersin sein mussten, um die Fähre zu bekommen. Sie diskutierten, ob sie dann trotzdem noch in Midyat vorbei sollten. George sprach sich dafür aus. Wir wissen nicht, was die anderen unter sich ausgemacht haben, aber fuhren erstmal los. Unterwegs hatten wir lustigen Funkverkehr. In Mardin legten wir einen Zwischenstopp zum Mittagessen ein. Während George bestellte diskutierte das andere Team. Schließlich einigten sie sich darauf, dass Peter und Erwın auf eigene Faust nach Mersin runterfahren würden. Wir anderen blieben und beim Essen hatten wir viel Spaß an einem freundlichen, verbalen Schlagabtausch zwischen Markus und Gaby. Anschließend Weiterfahrt nach Midyat, wo wir auf dem Parkplatz schon andere Teams antrafen. Dieser Stadtteil beeindruckte uns durch seine einfachen, aber schönen und schlichten Steinhäuser und man sah dem Viertel an, indem dass auch Ruinen aus Steinhäsern da standen dass es eine alte Struktur hatte. Vor dem Hotel wartete der Vizepräsident des Fussballvereins Fenerbahce, der auch aus Midyat stammt, und Markus ergriff gleich die Gelegenheit und übergab ihm den Wimpel des TSV Ofterdingen, natürlich fotografisch festgehalten. Wir sind sicher, dass er dafür die Ehrenbürgerschaft von Ofterdingen bekommen wird! Wir machten unser Teamfoto vor einer Tafel, die das Alter des ältesten Gebäudes des Ortes auswies. Die Glockenstupfer übergaben dem Hotelbesitzer noch ein Gastgeschenk, und wir machten uns wieder auf den Rückweg. Tagesziel ist die Stadt Sanliurfa, wo wir gegen 23:00 eintrafen. George übernahm es wieder, eine Unterkunft zu suchen. Gar nicht so einfach, wenn ein Minister in der Stadt ist und, und sämtliche Hotels deswegen ausgebucht sind. Ins Hilton, wo noch Plätze frei waren, wollten wir nicht, also fuhren wir in den nächsten Ort. Da wir auch dort nichts fanden, und es schon auf halb 2 zu ging beschlossen wir, in den Autos zu schlafen. George organisierte in diesen frühen Morgenstunden noch frisch gebackene, warme Brötchen, dann fuhren wir auf den leeren Platz vor einer Tankstelle. Kurz aßen wir im Stehen unsere Brötchen, und gegen 03:00 war unser Nachtlager fertig.

Mit den Glockenstupfern im Konvoi zu fahren war für uns eine wertvolle und schöne Erfahrung und wir sagen an dieser Stelle: GANZ GANZ GROSSEN DANK AN EUCH UND SCHUKRAN ZAZILAN DASS IHR DIESEN TAG UND EURE ERFAHRUNGEN MIT UNS GETEILT HABT!!!

Über archorient

Team 22 Allgäu-Orient-Rallye 2011
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6 Antworten zu 8. Rallyetag (07.05.2011): Ein 1200 Jahre altes Haus und einen Tag mit den Glockenstupfern unterwegs

  1. Gudrun Blinten schreibt:

    Hallo arch-orient, wie euer Blog berichtet, seit ihr auf dem Weg nach Mersin und schifft dort heute Nacht ein. Wie ist die Route übers Meer und wo werdet ihr an Land gehen?
    Hier waren es heute 28° und stahlblauer Himmel. Wir können mit eurem Klima konkurieren.
    Ich wünsche eine ruhige Überfahrt. Grüße Gudrun

  2. MBechtold schreibt:

    Grüße an Markus, verbal zieht er gegen Gaby den Kürzeren. Von einem der es wissen muß. Grüße aus Nordheim (Glockenstupferland). PS. Weiter viel Spaß und viel Erfolg.

  3. Angelika schreibt:

    Schön euch im „Bild“ zu sehen! Es geht euch ja ganz schön gut!
    Hier zu Hause werden fleißig Taschen gepackt und morgen heißt es früh aufstehen, zum Flughafen und dann können wir euch auch in Natura zu sehen!
    Bis dahin! Wir freuen uns!
    Liebe Grüße
    Angelika

  4. Gudrun Blinten schreibt:

    Wo bleiben eure Berichte ? Wir wären gerne auf dem laufenden.
    Herzlichst Christa und Gudrun

  5. Tanja und Chris schreibt:

    Hallo Ihr Lieben,

    meine letzten Kommentare vom Bodensee, sind glaube ich nicht durchgegangen- ist in einer Endlosschleife hängen geblieben … jetzt aber einige Tage später und von zu Hause:
    so langsam haben wir angefangen, uns Sorgen um Euch zu machen, aber gestern Abend gab es auf der aktuellen Allgäu Orient Seite dann den Hinweis, dass die Fähre zurückfährt und heute Mittag war ein Bericht bei den Glockenstupfern zu lesen, so dass wir informiert sind und denken, dass es Euch (ausser Übelkeit auf See) hoffentlich gut geht ??? Das ist ja leider ein weniger schönes und unbefriedigendes Ende der Rally – schade!

    Wie geht es bei Euch jetzt weiter??? Fliegt Ihr nach Amman?

    Wir wünschen Euch nach den vier Tagen auf hoher See noch einen hoffentlich entspannten und schönen „Urlaub“,

    liebe Grüsse von zu Hause

    Tanja und Chris

  6. Alice Zieschang schreibt:

    Hallo Ihr Abenteurer,
    ich hoffe euch geht es gut, haben lange nichts mehr von euch gehört…
    Grüße, Alice & Ingo

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