1. Rallyetag (30.04.2011): Es geht los!!

Nach langen Planungen, Vorbereitungen, Rückschlägen und Vorfreuden war es endlich soweit: heute startet unsere Rallye.

Es war ein wunderschöner sonniger Morgen mit milden Temperaturen. Um 7 Uhr fanden wir uns zum Weißwurstfrühstück im Kurhaus von Oberstaufen ein. Es herrschte eine lockere Atmosphäre und die Aufregung und Vorfreude der Teilnehmer war spürbar. Schließlich kam Wilfried in die Halle und kündigte an, dass die Startvorbereitungen an der Startrampe gleich beginnen würden. Wir folgten dieser Aufforderung und versammelten uns an der Startrampe, die wir am gestrigen Tag schon neugierig angeschaut hatten. Die Zeremonie begann damit, dass Wilfried eine Rede hielt. Es folgte der Bürgermeister, schließlich der Landrat. Natürlich durften die jordanischen Vertreter hier nicht fehlen. In der Zuschauermenge fanden wir Urs’ Mutter, die bei dem Start dabei sein wollte; wir freuten uns, dass wir diesen Moment mit Verwandten von uns erleben konnten, denn der Bruder von Tobias mit seiner Familie war da und die Eltern von Markus sowie Nicole, seine Freundin waren da.

Es folgten Zeremonien, in denen die Jordanier Würdenträger auf deutscher Seite geehrt hatten. Wilfried erklärte uns, dass solche Ehrungen in der arabischen Welt ein sehr wichtigtes Zeremoniell sind. Anschließend wurden muslimische und christliche Gebete gesprochen, und der katholische Priester segnete zum Abschluss die Teilnehmer.

Dann war es soweit und Wilfried erklärte die Rallye offiziell für gestartet.

Wir reihten uns in die Kolonne der Startenden ein: Tobias und Werner als Erste, Urs und Snezi in der Mitte und Markus und Robert am Ende. Und dann ging alles sehr schnell: auf die Rampe drauf und auch schon wieder runter und damit offiziell im Rennen! Als erstes jedoch steuerten wir eine Mercedes-Werkstatt an, um unser Problem mit der herausgefallenen Schraube zu loesen. Wir hatten Glueck, und ein Mechanikermeister nahm sich der Reparatur an. Team arch-orient dankt!

Es hieß keine Zeit zu verlieren, denn wir mussten unsere erste Aufgabe lösen: auf dem Alpsee wartete unser Roadbook auf einem Floß. Zuvor müssen wir eine Frage beantworten (Wie groß ist der Alpsee? Antwort: 3 Mio. m² – geraten!), dann bekommen wir ein Boot und könnten damit das Roadbook abholen. Unsere Freude über das geholte Roadbook wurde kurz getrübt, denn wir hatten das für Team 23 mitbekommen. Aber wir hatten Glück, und ein anderes Team hatte unseres mitgenommen. Dort standen unsere Instruktionen für die Rallye und die Sonderaufgaben. Wir werden viel Spaß damit haben!! Dann starteten wir offiziell auf die Route. Unser Ziel, über Österreich, Italien und Slowenien Zagreb an diesem Tag zu erreichen, wurde aufgrund Zeitmangels in Frage gestellt. In Matrei a. Brenner sorgte dieses Reiseziel für Lacher an der Theke und wir dachten schon, dass wir nur bis Klagenfurt kommen würden und dort nächtigen würden müssen. Doch unser Führungsfahrzeug bestehend aus Markus und Robert hatten eine andere Route ausgekundschaftet. Die Möglichkeit, Zagreb zu erreichen war doch möglich, doch beim Abendessen an der slowenischen Grenze zeigte uns die Karte, dass wir mit der Route über Zagreb zu viel Zeit verlieren würden. Deswegen beschlossen wir, wieder nach Österreich zurückzufahren, und irgendwo in Slowenien in der Nähe von Maribor zu nächtigen, damit wir uns am 2. Rallyetag in Kroatien uns eher nördlich halten können um bestenfalls Belgrad an diesem Tag zu erreichen. Gegen halb 3 morgens haben wir nach langer Fahrt schließlich unser Nachtlager aufgeschlagen. Es war eine kleine Parkbucht mit Kies. Sie lag zwar in der Nähe einer Hauptstraße, aber während der Nacht war es erstaunlich ruhig. Mit Gutenachtwünschen verabschiedeten sich die Teammitglieder in die aufgestellten Zelte.

Über archorient

Team 22 Allgäu-Orient-Rallye 2011
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Eine Antwort zu 1. Rallyetag (30.04.2011): Es geht los!!

  1. Tanja und Chris schreibt:

    Das ist ja schön, so ausführlich von Euch zu lesen – vielen Dank, das ist super. (Nachdem wir mindestens schon 3-4 mal reingeschaut haben, schon ganz gespannt waren und so langsam gedacht haben – „ohje, hoffentlich ist alles gut“).

    Euch weiterhin gute Fahrt und ganz viel Glück – wir verfolgen Eure Beschreibungen mit Spannung!

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